
Mitte April tauschten sich Bürgerinnen und Bürger bei einer offenen Bürgersprechstunde von Wahrendorff und dem Ortsrat Ilten mit Mitgliedern der Geschäftsführung und des Ortsrates aus. Ein zentrales Thema der Sprechstunde war die bauliche Entwicklung in Ilten und Köthenwald. Nach dem Umzug des Klinikums in das zentrale Wahrendorff Klinikum Köthenwald stehen in Ilten mehrere Gebäude leer, für die es bereits Nachnutzungskonzepte gibt.
Wohnen im Park: Neue moderne Wohnungen im denkmalgeschützten Gebäude
Besonders konkret ist die Planung für die „Klinik im Park“, die an der Rückseite an die Straße Im Bosenkamp grenzt. Das Gebäude soll künftig nicht mehr Patienten oder Bewohnern dienen, sondern als Wohnen im Park den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auf dem freien Mietmarkt angeboten werden. Geplant sind 17 barrierearme Wohnungen mit 2 bis 4 Zimmern, Größen zwischen 50 und 120 Quadratmetern, Aufzug, Balkonen, Parkzugang und Carports. Vorrangig sollen Mitarbeitende in dem modernen und denkmalgeschützten Gebäude wohnen. „In Zeiten eines angespannten Wohnungsmarktes ist dieses Projekt ein wichtiger Schritt, um attraktive Wohnangebote für Mitarbeitende zu schaffen und Fachkräfte am Standort zu halten“, erklärt Holger Stürmann, Geschäftsführer Wahrendorff.
Zudem informierte Geschäftsführer Timo Rittgerodt über die Sanierung der Juliane-Wahrendorff-Klinik. Das rote Bachsteingebäude mit Lichthof aus den 1980er Jahren wird umfassend modernisiert und soll 2028 fertig sein. Es wird bis zu 81 Wohnplätze für Menschen mit geistigen und seelischen Behinderungen bieten. An der Gesamtzahl der Bewohnerinnen und Bewohner in Wahrendorff ändert das nichts. „Das werden keine zusätzlichen Plätze. Wir haben nach dem Niedersächsischen Gesetz über unterstützende Wohnformen neue bauliche Anforderungen, respektive mehr Einzelzimmer und zusätzliche Sanitärflächen“, fasst Rittgerodt zusammen. Die Ferdinand-Wahrendorff-Klinik wird zum Ferdinand-Wahrendorff-Haus und dient als Interimsquartier für Baumaßnahmen in Ilten und Köthenwald. Derzeit sind dort Bewohner der historischen Professorenvilla untergebracht, die nach einem Wasserschaden aktuell nicht nutzbar ist. Langfristig könnte die „Juliane“ ebenfalls Wohnangebote für Mitarbeitende bieten. Vorstellbar seien 50 Singlewohnungen mit Pantryküche.
Senioren-, Alten- oder Pflegeheim unter aktuellen Rahmenbedingungen kein Thema
Auf Nachfrage des Ortsrates zu einem möglichen Altenwohnheim erklärte die Geschäftsführung, dass dies unter den aktuellen gesetzlichen und finanziellen Bedingungen nicht machbar sei. Wahrendorff konzentriert sich auf die psychiatrische und psychosomatische Akutversorgung, die Eingliederungshilfe und die spezialisierte psychiatrische Pflege in den Dr. med. Ernst-August Wilkening Pflegeheimen.
Der Ortsrat Ilten hob hervor, dass dies die letzte Bürgersprechstunde vor der Kommunalwahl im Herbst war. „Wir danken Wahrendorff für die gute Zusammenarbeit und den engen Austausch sowie für das Format der Bürgersprechstunde. Für uns ist Wahrendorff ein guter Partner im Ort“, erklärte Ortsbürgermeister Sandy Choitz für den Ortsrat Ilten. Timo Rittgerodt betonte, dass der direkte Dialog mit der Nachbarschaft ein zentraler Bestandteil der Standortentwicklung bleibt. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Bürgerangebote bisher kaum genutzt werden. „Unsere Angebote sind bewusst niedrigschwellig – von der Bürgersprechstunde über das Streetworker-Team bis zu anderen Beratungsangeboten. Wir würden uns freuen, wenn diese Angebote künftig stärker angenommen werden“, betonte Rittgerodt.
Das Streetworker-Team ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr erreichbar und bietet Gespräche sowie unterstützende Beratung für Anwohnerinnen und Anwohner, Eltern sowie lokale Unternehmen an. Kontakt und weitere Informationen unter: www.wahrendorff.de/buergerservice
Abschließend wurde die Bedeutung eines respektvollen Umgangs mit Konflikt- oder Sicherheitssituationen betont. Bürger wurden ermutigt, bei Straftaten direkt die Polizei zu informieren.
