Der Kreisparteitag des Kreisverbands Region Hannover des Bündnisses Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit hat nach Angaben der Partei wichtige Weichen für die Kommunalwahl 2026 gestellt. Die Mitglieder wählten weitere Vorstandsmitglieder, verabschiedeten das Kommunalwahlprogramm und bekräftigten den Anspruch, mit einer kommunalpolitischen Alternative in der Region anzutreten.
Die Delegierten wählten vier weitere Mitglieder in den Kreisvorstand. Damit soll die organisatorische Grundlage für den bevorstehenden Wahlkampf gestärkt werden. Zudem wurden 24 Delegierte für den Landesparteitag gewählt, die den Kreisverband Region Hannover künftig auf Landesebene vertreten.
Mit der Verabschiedung des Kommunalwahlprogramms legte der Kreisverband seine politischen Schwerpunkte für die kommende Wahlperiode fest. Das BSW setzt nach eigenen Angaben auf den Erhalt und Ausbau der kommunalen Daseinsvorsorge, eine stärkere Bürgerbeteiligung sowie eine leistungsfähige kommunale Infrastruktur.
Ein weiterer Schwerpunkt des Programms ist eine Migrationspolitik, die nach Darstellung der Partei die Aufnahmefähigkeit der Kommunen berücksichtigt und verhindern soll, dass Städte und Gemeinden überfordert werden. Gleichzeitig bekennt sich das BSW zur Bedeutung der Automobilindustrie für Stadt und Region Hannover. In der Verkehrspolitik setzt sich die Partei für eine gleichberechtigte Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer ein und lehnt nach eigenen Angaben eine „ideologisch motivierte Verdrängung des Individualverkehrs“ ab.
Positiv bewertet der Kreisverband die Unterstützung für den geplanten Wahlantritt. Bereits mehr als 1.500 Unterstützungsunterschriften seien gesammelt worden. Damit sei ein wesentlicher Meilenstein erreicht, um zur Wahl der Regionsversammlung Hannover sowie in der Landeshauptstadt Hannover und weiteren Städten und Gemeinden der Region antreten zu können.
„Die hohe Zahl an Unterstützungsunterschriften zeigt, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger eine starke politische Alternative vor Ort wünschen. Sie erwarten eine Politik, die die Interessen der Menschen ernst nimmt und die Kommunen bei den Herausforderungen in den Bereichen Migration, Wohnen und Infrastruktur nicht alleinlässt. Mit unserem erweiterten Vorstand, den gewählten Delegierten und einem klaren kommunalpolitischen Programm sind wir hervorragend aufgestellt, um unsere Vorstellungen in den Wahlkampf einzubringen“, erklärt Johannes Zang, Landesgeschäftsführer des BSW Niedersachsen.
Der Kreisverband will die Sammlung weiterer Unterstützungsunterschriften in den kommenden Wochen fortsetzen und den Dialog mit den Bürgern intensivieren. Ziel sei es, in möglichst vielen Kommunen mit Kandidaten sowie praxisnahen Lösungen für die Herausforderungen vor Ort anzutreten.
