Dorfladen Bolzum weckt überregionales Interesse

Delegation um Landrätin Antje Hochwind-Schneider (Mitte vorne) aus dem Kyffhäuserkreis in Thüringen besuchte Dorfladen Bolzum.

Eine Delegation aus dem Kyffhäuserkreis in Thüringen hat sich in Sehnde über Konzepte zur Nahversorgung im ländlichen Raum informiert. Der Besuch um Landrätin Antje Hochwind-Schneider geht auf einen Austausch während der Landwirtschaftsmesse „Grüne Woche“ in Berlin zurück.

Zum Auftakt wurden die Gäste im Klimazentrum Sehnde von Bürgermeister Olaf Kruse und Ottmar von Holtz, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, begrüßt. Vertreter der Region Hannover sowie des Amtes für regionale Landesentwicklung Leine-Weser stellten anschließend das Dorfladennetzwerk sowie Fördermöglichkeiten für Projekte der ländlichen Entwicklung vor.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Dorfladen in Bolzum, der als Beispiel für erfolgreiche Nahversorgung durch gemeinschaftliches Engagement gilt. Von Holtz betonte die Bedeutung solcher Einrichtungen für kleinere Orte und verwies auf Förderprogramme wie LEADER oder ZILE, mit denen entsprechende Projekte unterstützt werden.

Auch Sehndes Bürgermeister Kruse hob die Rolle des Dorfladens hervor. Neben der Versorgung mit Waren sei er vor allem ein wichtiger Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft. Hinter dem Projekt stehe ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement, das maßgeblich zur Lebensqualität im Ort beitrage.

Sonja Beuning, Fachbereichsleiterin Planung und Raumordnung der Region Hannover, unterstrich die Herausforderungen beim Aufbau und Betrieb eines Dorfladens. Das seit mehr als zehn Jahren bestehende Dorfladennetzwerk unterstütze Dorfgemeinschaften mit finanzieller Förderung, Fortbildungen und regelmäßigem Austausch.

Mehrmals im Jahr treffen sich die beteiligten Dorfläden, um Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen für die Nahversorgung zu entwickeln. Aktuell gehören 14 Dorfläden dem Netzwerk an, das seit 2015 besteht und gemeinsam von der Region Hannover und dem Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser getragen wird.

Zum Abschluss besichtigte die Delegation den Dorfladen in Bolzum und tauschte sich mit den Engagierten vor Ort aus. Für die Gäste aus Thüringen bot der Besuch wertvolle Einblicke in ein Modell, das zeigt, wie Nahversorgung im ländlichen Raum durch das Zusammenspiel von bürgerschaftlichem Engagement und institutioneller Unterstützung gesichert werden kann.

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