Computermagazin c’t startet Wetterballon am Kaliberg in Sehnde

Vom Kaliberg in Sehnde aus hat das IT- und Technikmagazin c’t aus Hannover einen selbstgebauten Wetterballon in die Stratosphäre geschickt. In Zusammenarbeit mit der Physikerin und Wissenschaftsjournalistin Anne-Dorette Ziems zeigt das Magazin in einer vierteiligen YouTube-Serie, wie man auch mit handelsüblicher Technik die Wechselwirkungen zwischen Weltraum und Erdatmosphäre erforschen kann.

Drei der vier jeweils rund 10-minütigen Folgen sind bereits auf dem YouTube-Kanal von heise und c’t abrufbar. Die Videos dokumentieren Planung, Bau und Start des Ballons sowie die Auswertung der gewonnenen Daten. Ziel ist es zu zeigen, wie sich mit handelsüblicher Technik atmosphärische Messungen durchführen lassen – darunter Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit. Zudem kommt ein selbst entwickelter Myonendetektor zum Einsatz, mit dem sich kosmische Strahlung in großer Höhe erfassen lässt.

„Der Kaliberg hat den großen Vorteil, dass weit und breit keine Bäume, Oberstromleitungen oder sonstige Hindernisse liegen, die den Wetterballon beim Starten beeinträchtigen könnten. Nichts wäre ärgerlicher, als wenn der Wetterballon nach den ganzen Vorbereitungen schon wenige Sekunden nach dem Start irgendwo hängen bleibt und kaputt geht. Wir zeigen, dass man Phänomene wie die Höhenstrahlung heute mit einfacher Consumer-Technik selbst messen kann – früher war das nur großen Forschungsteams möglich“, sagt Anne-Dorette Ziems.

Hannah Monderkamp aus der Chefredaktion von heise medien ergänzt: „Mit dem Wetterballon-Projekt wollen wir demonstrieren, dass Wissenschaft und Technik nicht abstrakt sein müssen, sondern sichtbar und erlebbar werden können. Der Wetterballon verbindet Neugier, Bastelei und echte Daten – und das passt perfekt zur c’t.“

Die erste Folge erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Start eines Wetterballons in Deutschland. Die zweite Episode befasst sich mit dem Bau der Messgeräte, die dritte mit dem Start des Ballons vom Kaliberg in Sehnde sowie dessen Verfolgung. Die vierte und letzte Folge zur Datenauswertung erscheint am 22. März 2026.

Die Videos sind auf dem YouTube-Kanal von heise und c’t verfügbar.

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