Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Sehnde hat einen Antrag zur Einführung hybrider Ratssitzungen eingereicht, um die Bürgerbeteiligung zu stärken und demokratische Prozesse transparenter zu gestalten. Die Verwaltung soll bis zum 31. März 2026 ein Umsetzungskonzept vorlegen, das technische, organisatorische und datenschutzrechtliche Aspekte berücksichtigt – inklusive einer Testphase für das neue Format.
Hintergrund des Antrags ist die Beobachtung, dass viele Bürger zwar Interesse an den Beratungen des Rates zeigen, aufgrund beruflicher oder privater Verpflichtungen jedoch oft nicht an Präsenzsitzungen teilnehmen können. „Hybride Sitzungen sind ein moderner und notwendiger Schritt, um Demokratie lebendiger und zugänglicher zu machen“, betont Sandy Steve Choitz, Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen Sehnde. „Sie ermöglichen es mehr Menschen, live dabei zu sein – ob vor Ort oder digital. Gleichzeitig profitieren Ratsmitglieder, die nicht anwesend sein können, von einer besseren Informationsgrundlage, da sie Diskussionen und Argumentationen nachverfolgen können.“
Der Antrag sieht vor, dass die Verwaltung die notwendige Technik (Kamera- und Tonsysteme, Streaming-Software) beschafft, Schulungen für Mitarbeiter und Ratsmitglieder organisiert und die laufenden Kosten ermittelt. Erfahrungen anderer Kommunen zeigen, dass hybride Formate zu einer höheren Bürgerbeteiligung und einer besseren Entscheidungsqualität beitragen.
„Transparenz und Teilhabe sind keine leeren Worthülsen, sondern zentrale Bausteine einer lebendigen Demokratie“, so Choitz. „Mit diesem Antrag setzen wir uns für eine Stadt ein, in der Politik für alle erlebbar und mitgestaltbar ist.“
