Fördergeld für Klimaschutz auf dem Dach: Seit 2020 unterstützt die Region Hannover mit der Dach-Solar-Richtlinie Gebäudeeigentümer, die eine Photovoltaik-Anlage errichten und dabei gleichzeitig ihr Dach isolieren. Seit Anfang Januar gelten neue Förderbedingungen. Insgesamt stehen in diesem Jahr 2,5 Millionen Euro Fördergeld bereit.
Was hat sich geändert?
Die Förderhöchstgrenze für Nichtwohngebäude hat sich auf 200.000 Euro vervierfacht, bei Wohngebäuden liegt sie weiterhin bei 50.000 Euro. Neu ist außerdem, dass die Region auch die PV-Anlage selbst fördert – bisher war zwar schon eine Kombination aus PV und Dämmung vorgegeben, Fördermittel gab es aber nur für die Dämmung.„Seit 2025 ist gesetzlich vorgeschrieben, dass bei Sanierungsmaßnahmen an Dächern 50 Prozent der geeigneten Fläche mit Photovoltaik belegt werden müssen. Mit der überarbeiteten Förderung wollen wir gerade bei großen Dachflächen einen Anreiz setzen, deutlich über dieses Mindestmaß hinaus zu gehen. Großflächige PV-Anlagen, etwa auf Schulgebäuden oder Industriehallen, sind ein wichtiger Hebel für die Energiewende. Gleichzeitig reduzieren wir mit der verbesserten Dämmung den Energiebedarf der sanierten Gebäude deutlich“, erläutert Jens Palandt, Klimadezernent der Region.
Wie viel Geld gibt es wofür?
Bei der Photovoltaik-Anlage wird der Teil gefördert, der über das gesetzlich geforderte Mindestmaß hinaus geht. Pro Quadratmeter zusätzlich installierter Photovoltaikfläche beträgt die Förderung 150 Euro. Förderfähig ist weiterhin die Dachdämmung. Diese bezuschusst die Region Hannover mit 50 Euro je Quadratmeter. Die Unterstützung für die Dämmung beträgt maximal 80 Prozent der ermittelten Photovoltaikförderung. „Mit dieser Kombination wollen wir dazu motivieren, mehr in den Klimaschutz zu investieren. Je größer die geförderte PV-Anlage, desto mehr Zuschüsse sind auch für die Dachdämmung möglich“, erklärt Margarete Albes, Leiterin des Fachbereichs Energie und Klima der Region.Die Dach-Solar-Förderung steht allen Eigentümern der Region Hannover offen: Neben Unternehmen können auch Vereine, Wohnungseigentümergesellschaften, Privatpersonen und Kommunen finanzielle Unterstützung beantragen. Die Förderung ist zudem mit anderen Programmen kombinierbar.
